Die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan wird in rund 200 Anlagen in Deutschland praktiziert. Ingenieure aus Karlsruhe haben gemeinsam mit Praxispartnern im Projekt „BGA-IL - Biogasaufbereitung mit ionischen Flüssigkeiten“ (FKZ-Nr. 03KB104) des Förderprogramms "Energetische Biomassenutzung" ein energieeffizientes Aufbereitungskonzept entwickelt, das sich die Vorteile ionischer Flüssigkeiten zu Nutze macht.

Die Aufbereitung von Rohbiogas ist technisch sehr aufwändig. Bevor das Gas die für das Erdgasnetz notwendige Qualität erreicht, müssen störender Schwefel und Kohlendioxid (CO2) abgetrennt werden. Gespeichert im Erdgasnetz kann das Biomethan zeit- und ortsunabhängig in v...
Komplexität in der Natur – vom Chlorophyll bis hin zu Lebewesen – entsteht häufig durch Selbstorganisation und gilt als besonders robust. Von praktischer Bedeutung zeigen sich kompakte Ansammlungen elementarer Partikel, so genannte Cluster, die als Atomkerne, Nanoteilchen oder Viren vorkommen. Nun entschlüsselte ein interdisziplinäres Forscherteam um die Professoren Nicolas Vogel und Michael Engel von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) die Struktur und den Bildungsprozess einer Klasse dieser hochgeordneten Cluster. Ihre neuen Erkenntnisse zum Verständnis der Strukturbildung in Clustern veröffentlichten sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „N...
Wie neue Zell-Typen entstehen, bleibt eine große Frage in der Biologie. Bei vielzelligen Organismen läuft die Reproduktion im Allgemeinen über kleine, bewegliche Spermien, die die großen unbeweglichen Eizellen befruchten. Die stark variierende Morphologie der Spermien wirft jedoch die Frage auf, ob dieser Zelltyp aus einem einzigen gemeinsamen Vorfahren entstanden ist, oder ob die Identität der Spermien durch mehrere Ereignisse in verschiedenen Gruppen von Organismen definiert wurde.

Nun haben die Forscher entdeckt, dass ein einziges molekulares Ereignis vor 700 Millionen Jahren für die Evolution der Spermien aller Landpflanzen verantwortlich war: Die gemeinsame Arbeit des Labor...
Obwohl rund ein Viertel der Menschheit mit dem Tuberkulose-Erreger infiziert ist, bricht die Erkrankung nur bei etwa zehn Prozent der Infizierten im Laufe ihres Lebens aus. Ein internationales Forscherteam, darunter Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, hat nun gezeigt, dass sich die Menge bestimmter im Blut zirkulierender Moleküle vor dem Ausbruch der Erkrankung verändert – und dies Monate, bevor eine klinische Diagnose möglich ist. Mediziner könnten also eines Tages anhand eines Blutprofils vorhersagen, wer einmal an Tuberkulose erkranken wird – ein für die Behandlung der Erkrankung unschätzbarer Fortschritt.

Tuberkulose bleibt eine gro...
Ammoniak-oxidierende Archaeen, oder Thaumarchaea, zählen zu den häufigsten Mikroorganismen im Meer. Allerdings sind immer noch viele Aspekte ihrer Ökologie unerforscht, die zum Erfolg dieser Organismen im Meer beitragen: In einer Studie konnte nun ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie und der Universität Wien zeigen, dass marine Thaumarchaea einen vielseitigeren Stoffwechsel haben als bisher bekannt. Die Ergebnisse erscheinen aktuell im Fachmagazin Nature Microbiology.

Die Thaumarchaea spielen eine Schlüsselrolle im Stickstoffkreislauf des Meeres. Um Energie zu gewinnen, wandeln sie Ammoniak, die reduzierteste Form von Stickstoff, zu Nitrit um, ein...
Wissenschaftler des INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien, Saarbrücken, Deutschland, entwickelten eine stark verbesserte Mikroskopiemethode zur Untersuchung von Proteinen im hydratisierten Zustand: Die Verwendung einer Graphen-Flüssigkeitszelle für die Transmissionselektronenmikroskopie von Proteinen führte zu einer um eine Größenordnung höheren Strahlenverträglichkeit einer Proteinprobe im Vergleich zu Proben in amorphem Eis.

Die Elektronenmikroskopie ist eine der wichtigsten Methoden zur Untersuchung der Proteinstruktur. Die Erforschung dieser Strukturen ist von entscheidender Bedeutung, um ihre Funktion zum Beispiel in der Strukturbiologie, Zellbiologie, Krebsforschu...
Verspiegelte Objektträger ermöglichen jetzt deutlich schärfere Bilder / 20fach bessere Auflösung als ein gewöhnliches Lichtmikroskop - Zwei Forschungsteams der Universität Würzburg haben dem Hochleistungs-Lichtmikroskop einen Auflösungsschub verpasst. Dazu bedampften sie den Glasträger, auf dem das beobachtete Objekt liegt, mit maßgeschneiderten biokompatiblen Nanoschichten, die einen „Spiegeleffekt“ bewirken. Mit dieser einfachen Methode konnten sie die Bildauflösung signifikant erhöhen und einzelne Molekülkomplexe auflösen, die sich mit einem normalen Lichtmikroskop nicht abbilden lassen. Die Studie wurde in der NATURE Zeitschrift „Light: Science and Applications“ ver...
Einfach, automatisiert und nachvollziehbar: Eine simple Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Protein-Massenspektrometrie präsentieren Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in der jüngsten Ausgabe des Fachblatts "Nature Protocols". Darin erklären sie, wie sich komplizierte Protein-Untersuchungen mit Hilfe der modernen Cross-Linking Massenspektrometrie durchführen lassen. Hierfür haben sie sogar eine eigene Software entwickelt. Die Anleitung richtet sich an andere Wissenschaftler, die bislang noch keine oder nur wenig Erfahrung mit dem Verfahren haben.

Proteine sind wichtige Bausteine des menschlichen Körpers, die viele grundlegende Prozesse steuern. Wi...
Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) warnt vor einer Spam-Mail-Welle, die eine gefährliche Schadsoftware verbreitet. Die betreffenden E-Mails machen einen authentischen Eindruck. Allerdings aktivieren Empfänger durch Öffnen des Anhangs oder eines Links die Schadsoftware.

Die DAkkS fordert ihre Kunden dazu auf, vermeintliche Rechnungs-E-Mails, die unter ihrem Namen und denen ihrer Mitarbeiter empfangen wurden, genau zu prüfen und gegebenenfalls Rücksprache mit Ansprechpartnern der DAkkS zu halten. Die E-Mails sehen echt aus, unter anderem weil als Absender Namen von DAkkS-Mitarbeitern verwendet wurden.

Kunden, die unsicher sind, haben mehrere Anhaltspunkte, um die Aut...
Die Herstellung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen, die die Ozonschicht schädigen, wurde weitestgehend verboten. Doch auch andere Substanzen können in Verbindung mit Eispartikeln, wie sie in Wolken vorkommen, Löcher in die Ozonschicht reißen. Einen möglichen Mechanismus dafür deckten Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg auf. Sie beschreiben ihn in der Zeitschrift „Physical Review Letters“ vom 13. November 2018.

Die Arbeiten basierten auf einer langjährigen Kooperation der Bochumer, Duisburg-Essener, und Erlangen-Nürnberger Teams um Prof. Dr. Karina Morgenstern, Dr...
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Fortbildungen

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