Pharmakologen aus Jena, Toulouse, St. Louis und Boca Raton sowie Montreal, Seattle und Mountain View konnten das molekulare Verhalten des Nociceptin-Rezeptors sowohl in der Zelle als auch im Organismus detailliert aufklären. Ihre jetzt in Science Signaling veröffentlichte Untersuchung des vierten Opioid-Rezeptors ist eine zentrale Vorarbeit für die Entwicklung und klinische Prüfung neuer Schmerzmittel.

Der auch als Orphanin-FQ-Rezeptor bezeichnete Nociceptin-Rezeptor ist der jüngste in der Familie der Opioid-Rezeptoren. Diese großen Proteinmoleküle befinden sich in der Membran von Nervenzellen und geben als Andockstellen für spezifische, von außen kommende Signalstoffe Inform...
In der organischen Photovoltaik werden mittlerweile bemerkenswert hohe Wirkungsgrade erzielt. Allerdings müssen noch besser kombinierbare Materialien für den Zellaufbau gefunden werden, um Preis und Aufwand möglichst gering zu halten. Mit einer Zwischenschicht aus einem ionischen Polymer mit eingearbeiteten Fulleren-Einheiten haben Forscher aus den USA und China jetzt in einem einfachen Schritt sowohl die Stabilität als auch den Wirkungsgrad von organischen Standard-Solarzellen erhöhen können. Warum eine solche Zwischenschicht die Leistung verbessert, beschreiben die Autoren in der Zeitschrift Angewandte Chemie.

Die organische Photovoltaik (OPV) verwendet organische Moleküle, u...
Ethan ist mit einem Anteil von bis zu zehn Prozent der zweithäufigste Bestandteil von Erdgas und in tiefen Gaslagerstätten im terrestrischen und marinen Bereich weltweit vorhanden. Ungeklärt war bislang, wie Ethan unter sauerstofffreien Bedingungen abgebaut wird. Nach mehr als fünfzehn Jahren Forschungsarbeit ist dieses Rätsel nun gelöst. Die Forschenden haben ein Archaeon nachgewiesen, das Ethan oxidiert. Dem einzelligen Organismus gaben sie den vorläufigen Namen Candidatus Argoarchaeum ethanivorans, was so viel bedeutet wie langsam wachsender Ethanfresser. Im Fachjournal Nature beschreiben die Wissenschaftler den biochemischen Stoffwechselweg des Ethanabbaus.

Um eines der Rä...
DIN EN ISO/IEC 17025:2018 Mit der Veröffentlichung der internationalen Norm ISO/IEC 17025:2017 im November 2017 begann die dreijährige Übergangsfrist zur Umstellung aller auf Basis der DIN EN ISO/IEC 17025:2005 erteilten Akkreditierungen für Prüf- und Kalibrierlaboratorien, einschließlich der Stellen, die auf Basis dieser Norm für den Bereich der Probenahme akkreditiert sind.

Da bisher erst ein geringer Anteil der akkreditierten Laboratorien die Umstellung auf die revidierte DIN EN ISO/IEC 17025:2018 beantragt oder vorgenommen hat, rät die Deutsche Akkred...
Forscherinnen und Forscher haben einen Proteinkomplex identifiziert, der fehlgefaltete Proteine markiert, von schädlichen Interaktionen mit anderen Proteinen in der Zelle abhält und sie zur Entsorgung dirigiert. Wie der sogenannte Linear Ubiquitin Chain Assembly Complex, kurz Lubac, in die Kontrolle fehlgefalteter Proteine in Zellen involviert ist, untersuchte ein interdisziplinäres Team unter Federführung von Prof. Dr. Konstanze Winklhofer, Ruhr-Universität Bochum (RUB), in Kollaboration mit der Abteilung Neurologie des St. Josef-Hospitals der RUB sowie mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried.

Die Gruppe erhofft sich einen neuen Ansatz für die Therap...
Astronomen ist es erstmals gelungen, einen Exoplaneten mit Hilfe interferometrischer Messungen zu untersuchen. Durch die neue Methode konnte die Position des Exoplaneten HR 8799e mit bis dahin nie erreichter Genauigkeit vermessen werden. Auch das Spektrum des Planeten konnte so genau aufgenommen werden wie nie zuvor – wichtig für die zukünftige Suche nach Leben auf anderen Planeten. Die Messungen, an denen auch Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) beteiligt waren, gelangen mit dem Instrument GRAVITY am Paranal-Observatorium der ESO.

Exoplaneten im Detail und ohne störende Einflüsse zu untersuchen ist schwierig. Ganz allgemein wird es mit zunehmender Entfern...
In Zahnpasta, Teflon, LEDs und Medikamenten zeigt es seine positiven Seiten – doch elementares Fluor ist extrem aggressiv und hochgiftig. Versuche, die Kristallstruktur von festem Fluor mit Röntgenstrahlen zu bestimmen, endeten vor 50 Jahren mit Explosionen. Mit Neutronen der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier Leibnitz (FRM II) ist es einem Forschungsteam nun gelungen, die tatsächliche Struktur des Fluors aufzuklären.

Fluor ist das reaktivste chemische Element und zudem sehr giftig. Gleichzeitig wird es aber in vielen Bereichen verwendet. Beim ersten Versuch, die Atomabstände von festem Fluor zu bestimmen, verwendete ein Forschungsteam in den USA im Jahr 1968 Röntgenstrahle...
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bremen haben jetzt im Labor ein dreidimensionales Eiweißgerüst entwickelt, das in Zukunft bei der Wundheilung helfen könnte. Denkbar ist, dieses Netzwerk eines Tages als eine Art "biologisches Pflaster" aus dem Blut des Menschen herzustellen, an dem es verwendet wird. Die Entwicklung wurde jetzt zum Patent angemeldet.

Der Mensch ist verletzlich: Ein Schnitt, und es blutet. Glücklicherweise hält die Natur körpereigene Lösungen parat, um zumindest kleinere Verletzungen selbst zu versorgen: Um die Wunde schnell zu schließen und einen Heilungsprozess zu ermöglichen, wird das im Blutplasma enthaltene Protein Fibrinogen in F...
Chemiker der Universität Leipzig haben in Kooperation mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich einen neuartigen Baustein für die Synthese phosphorreicher Verbindungen mit sogenannten Carboranen entwickelt. Die Forscher um Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins fanden eine Methode, um die hauptsächlich aus den Elementen Bor und Kohlenstoff bestehenden Carborane mit Phosphor-Atomen als "molekulares Doping“ so anzureichern, dass neue Strukturen für die Bindung von Metallen entstehen. Die resultierenden Komplexe könnten interessante Eigenschaften wie Magnetismus aufweisen und die chemische Katalyse effizienter gestalten.

„Wir haben in unserem Labor diese Verbindungen...
Weisen Tumore eine bestimmte Kombination von Zuckern – das sogenannte T-Antigen – auf, breiten sie sich mit größerer Wahrscheinlichkeit im Körper aus und töten den Patienten. Was jedoch das Auftreten von T-Antigen in Krebszellen reguliert, welche Proteine mit T-Antigen modifiziert werden und welche Rollen das T-Antigen und die damit modifizierten Proteine während der Bildung von Metastasen spielen, ist noch unbekannt. Eine neue Studie der Forschungsgruppe um Daria Siekhaus am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria), mit den Erstautorinnen Katarína Valošková und Julia Bibl, identifizierte ein neues Gen in der Fruchtfliege Drosophila, das benötigt wird, um das An...
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