Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) unter Leitung des Chemikers Johannes Lercher hat ein Syntheseverfahren entwickelt, mit dem sich die Aktivität von Katalysatoren zur Erdöl-Entschwefelung um ein Vielfaches steigern lässt. Das neue Verfahren lässt sich möglicherweise auch für Katalysatoren in Brennstoffzellen einsetzen.

Erdöl enthält sehr viel Schwefel. Um daraus Kraftstoffe zu machen, müssen die Schwefelverbindungen mit Hilfe von Wasserstoff entfernt werden. Hydrotreating nennen Fachleute dieses Verfahren, das mit Hilfe von Katalysatoren realisiert wird.

Unter der Leitung von Prof. Johannes Lercher und Dr. Hui Shi hat ein Forscherteam am Leh...
Eine Marburger Forschungsgruppe aus Biologie und Chemie hat die Struktur eines Enzyms aufgeklärt, das zum Aufbau der Zellwand vieler Pilze wie Bäckerhefe oder Schimmel beiträgt – ein erster Schritt, um diese Organismen wirksam bekämpfen zu können. Die Fachleute veröffentlichten ihre Ergebnisse im Wissenschaftsmagazin PNAS.

Pilze sind allgegenwärtig, sie nisten sich in Gebäuden ein oder rufen Krankheiten hervor, andere machen sich bei der Nahrungsmittelproduktion nützlich. „Die Bäckerhefe und andere Pilzarten weisen ungewöhnlich dicke Zellwände auf, die bis zu einem Drittel des Trockengewichts dieser Organismen ausmachen“, erklärt der Marburger Biologe Professor Dr. ...
Unser Sonnensystem bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit durchs All. Auf seiner Reise können geringe Spuren von interstellarem Material eindringen und auch auf die Erde gelangen. Ein internationales Team von Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), der TU Berlin, der Universität Wien sowie Kolleg*innen aus Australien beschreibt in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) (DOI: 10.1073/pnas.1916769117) die Analyse von Tiefsee-Sedimentproben, die rund 1000 Kilometer vor der Südwestspitze Australiens genommen wurden. Ihr Ergebnis: Die Erde wandert seit mindestens 33.000 Jahren durch eine interstellare Wolke.

„Interstel...
Die Radiokarbondatierung ist die Standardprozedur wenn es darum geht, das Alter von beispielsweise archäologischen Funden wie Knochen zu bestimmen. Auch zurückliegende Klimaereignisse lassen sich damit datieren. Bei besonders alten Proben waren die Ergebnisse bislang oft ungenau und es gab große zeitliche Abweichungen von teils mehreren tausend Jahren. Ein internationales Projekt unter Beteiligung von Forschenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat die Eichkurven für die Radiokarbondatierung in der Nördlichen und Südlichen Hemisphäre und im Ozean neu berechnet und die zeitliche Schwankungen erheblich reduziert.

Die Radiokarbondatierung ist die Standardprozedu...
Die Universität für Bodenkultur Wien und das K1 Kompetenzzentrum FFoQSI haben eine weltweit einzigartige Methode zur simultanen Bestimmung von über 700 sekundären Pilzmetaboliten, 500 Pestiziden, 150 Tierarzneistoffen und 50 Pflanzentoxinen entwickelt.

Die Methode baut auf einer an der BOKU entwickelten LC-MS/MS (Hochdruckflüssigkeits-Chromatographie /Tandem-Massenspektrometrie) Plattform auf. Die gleichzeitige Bestimmung unterschiedlicher chemischer Substanzklassen kann künftig das Gesamtbelastungsmuster im Lebensmittel- und Futterbereich besser abbilden. „Trotz der großen Anzahl von 1.400 Kontaminanten wie Mykotoxine, Pestizide und andere Rückstände können wir eine hohe...
Seit mehr als einem halben Jahrhundert gilt Platin als einer der besten Katalysatoren für die Reduktion von Sauerstoff zu Wasser, eine der Schlüsselreaktionen an den Elektroden von Brennstoffzellen. Es ist jedoch schwierig, den Katalysator über einen längeren Zeitraum reaktiv und stabil genug zu halten, um Wasserstofftechnologien flächendeckend in Fahrzeugen einsetzen zu können. Grund hierfür ist vor allem, dass sich die Platinpartikel auf den Elektroden mit der Zeit auflösen. Einem internationalen Forschungsteam unter Leitung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist es jetzt gelungen, diesen Auflösungsprozess auf atomarer Ebene darzustellen. Die Erkenntnisse über die...
Seit Beginn der Pandemie arbeiten Forschergruppen an Methoden, den Nachweis von SARS-CoV-2 Viren im Abwasser für die Überwachung des COVID-19 Infektionsgrads der Bevölkerung zu verwenden. Die Idee ist einfach: Da infizierte Personen SARS-CoV-2 Viren über die Fäkalien abgeben, könnten Abwasserproben Aufschluss über die Infektionszahlen aller an eine Kläranlage angeschlossener Einwohner liefern. Bei ausreichender Empfindlichkeit könnten solche Analysen Behörden als Frühwarnsystem dienen, um lokal ansteigende Fallzahlen im Einzugsgebiet einer Kläranlage frühzeitig zu erkennen.

Ein Konsortium aus Frankfurter Virologen, Ökotoxikologen und Evolutionsforschern und Aachener Wass...
Wissenschaftler*innen des Hermann-Rietschel-Instituts der TU Berlin beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Belüftung von Innenräumen

Die Corona-Pandemie hält die Welt noch in Atem, gleichzeitig kehrt bei immer mehr Menschen in Deutschland wieder so etwas Ähnliches wie Alltag ein: Derzeit öffnen nach und nach die Schulen in Deutschland, immer mehr Personen arbeiten wieder in ihren Büros. Parallel zeichnet sich deutlich ab, dass die Virenverbreitung durch Aerosole in geschlossenen Räumen eine große Rolle zu spielen scheint. Die ersten Schulen mussten ihre Tore bereits wieder schließen. Ein regelmäßiger Luftaustausch kann dabei helfen, die Virusverbreitung in Räumen z...
Mediziner des Herzzentrums des Universitätsklinikums Bonn haben mit ihrer Grundlagenforschung herausgefunden, wie sich die Kommunikation zwischen einzelnen Zellen mithilfe eines Proteins beeinflussen lässt. Die Ergebnisse sind ein wichtiger Ansatz, um Krankheiten wie die Herzinfarkt auslösende Arteriosklerose (verkalkte Gefäße) perspektivisch besser therapieren zu können. Die Studie wurde online vorab im „Journal of Extracellular Vesicles“ veröffentlicht, die Druckfassung erscheint demnächst.

Der menschliche Körper besteht aus einer unvorstellbar großen Zahl von Zellen. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen gehen je nach Gewicht und Größe des Menschen von rund 40 B...
Siegener Forscherinnen haben weltweit die ersten magnetischen und nachleuchtenden Nanopartikel entwickelt. Die patentierte Erfindung soll unter anderem in der Medizin bei der Krebserkennung oder der Detektion von Feinstaub in lebenden Organismen zum Einsatz kommen.

Forscherinnen der Universität Siegen haben die weltweit ersten Nanopartikel entwickelt, die sowohl magnetische Eigenschaften besitzen, als auch nachleuchtend sind. Das Anwendungspotenzial ist groß: Mithilfe der neuartigen Partikel könnten zum Beispiel Krebszellen im Körper entdeckt oder die konkrete Verbreitung von Feinstaub in Organen und damit deren Giftigkeit nachgewiesen werden.

Nanopartikel sind kleinste Tei...
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