Mit einem vereinfachten DNA-Barcoding-Test lassen sich Nahrungsmittel mit bloßem Auge auf Echtheit prüfen. Ist bei Lebensmitteln im Supermarkt wirklich immer das drin, was draufsteht? Die DNA, die Erbsubstanz, könnte die wahre Identität von Fisch, Fleisch oder Gewürz leicht verraten, aber das dafür verwendete „DNA-Barcoding“-Verfahren ist aufwändig. Italienische Wissenschaftler stellen jetzt in der Zeitschrift Angewandte Chemie einen vereinfachten Test namens NanoTracer vor, der DNA-Barcoding mit Nanotechnologie verknüpft. Der Test ist weder geräteintensiv, noch wird hochqualifiziertes Prüfpersonal benötigt, und am Ende steht ein mit bloßem Auge zu erkennender Farbumschlag.
Ein Forschungsteam der Universität Würzburg hat in den Erregern der Afrikanischen Schlafkrankheit ein interessantes Enzym entdeckt: Es dürfte ein gutes Ziel für Medikamente abgeben.

Die lebensbedrohliche Afrikanische Schlafkrankheit wird von einzelligen Parasiten ausgelöst, den Trypanosomen. Ein Team am Biozentrum der Universität Würzburg erforscht die Erreger und meldet jetzt spannende Neuigkeiten: Die Trypanosomen besitzen ein bislang unbekanntes Enzym, das es beim Menschen und anderen Wirbeltieren nicht gibt. Es ist darum ein gutes Ziel für Medikamente.

Dr. Susanne Kramer und ihre Arbeitsgruppe haben die neuen Erkenntnisse im Fachmagazin PLOS Pathogens veröffentlich...
Bestimmte organische Kristalle hüpfen herum, wenn sie erhitzt werden. Ursache ist ein extrem rascher Wechsel ihrer Kristallstruktur. Wissenschaftler zeigen in der Zeitschrift Angewandte Chemie, dass die Kristalle während dieses Vorgangs akustische Signale aussenden, die sich nutzen lassen, um die Charakteristika des Phänomens zu analysieren. So konnten sie belegen, dass es sich dabei um ein Analogon zu martensitischen Übergängen in Stahl und bestimmten Legierungen handelt.

Martensit, eine Stahlform, die beim Abschrecken von Austenit-Stahl entsteht, ist Namensgeber für diese Art Phasenumwandlung. Durch die rasche Abkühlung können sich die Atome nicht in die bei dieser Temperatu...

Um kostbare Messzeit und Probenmaterial effizienter einzusetzen, hat das Team um DESY-Physiker Meents ein neues Verfahren entwickelt: Die Wissenschaftler verwenden einen mikrostrukturierten Chip mit tausenden winzig kleiner Poren, auf die sich die Proteinkristalle verteilen. Der Chip wird mit dem Röntgenlaser dann so abgerastert, dass im Idealfall mit jedem Schuss des Lasers ein Streubild aufgenommen wird.

Die Forscher testeten ihre Methode mit zwei unterschiedlichen Viren am Röntgenlaser LCLS des US-Forschungszentrums SLAC, der 120 Röntgenblitze pro Sekunde liefert. Sie beluden ihren Probenhalter mit einer kleinen Menge an Mikrokristallen des Bovinen Enterovirus 2 (BEV2), welc...
Jeder Mensch kann anhand seiner DNA identifiziert werden, das Erbgut zweier Personen unterscheidet sich also eindeutig voneinander. Bioinformatikerinnen und Bioinformatiker der Technischen Universität München (TUM) haben nun herausgefunden, dass der Effekt dieser Variationen stark unterschätzt wurde. Die neuen Erkenntnisse könnten wichtige Impulse für eine personalisierte Medizin geben.

Proteine sind die Maschinerie des Lebens. Ohne sie würde keine unserer Zellen funktionieren. 20.000 verschiedene Proteine sorgen im menschlichen Körper für Stoffwechsel, Wachstum und Regeneration. Die Bausteine der Proteine sind die Aminosäuren. Diese werden in der Zelle nach einem vorgegebene...
Mit einem Attosekunden-Experiment ist es Physikern der Waseda-Universität in Japan, des National Research Council in Kanada und des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) in Berlin gelungen, die Wellenfunktion eines ionisierten Elektrons komplett zu messen und zu beschreiben. Dieser Grad an Perfektion, den das Experiment erreicht, ist in diesem Forschungsbereich bislang einmalig. Die Ergebnisse sind jetzt in „Science“ erschienen.

Neuartige Experimente, die ultraschnelle Licht-Blitze einsetzen, revolutionieren derzeit die Laserforschung in der Physik. Sie liefern beispiellose Einblicke in die Materie – in die Struktur und Dynamik von Elektrone...
Biologen und Informatiker des Leibniz-Instituts DSMZ haben in einem fünfjährigen Forschungsprojekt das komplette Erbgut von über 1000 Bakterien und Archaeen bestimmt. Nie zuvor wurden in einem einzelnen Projekt mehr mikrobielle Typstammgenome sequenziert. Die Sequenzdaten stellen die Wissenschaftler öffentlich zur Verfügung. Damit steht für Wissenschaftler weltweit eine Vergleichsdatenbank bereit, die die mikrobielle und metagenomische Forschung in Zukunft deutlich vereinfacht.

Biologen und Informatiker des Leibniz-Instituts DSMZ−Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen und des kalifornischen Joint Genome Institute (JGI) haben in einem fünfjährigen Forschungspr...
Studien aus dem Biozentrum werfen ein neues Licht auf Zell-Zell-Kontakte: Bei deren Entstehung und Stabilität spielen physikalische Effekte eine nicht zu unterschätzende Rolle, wie „Nature Physics“ berichtet.

Für viele Zellen des Körpers ist es enorm wichtig, dass sie kontrolliert zusammenhalten und sich kontrolliert trennen. Das ist etwa dann der Fall, wenn sich in einem Embryo die Organe bilden. Oder wenn es bei der Wundheilung darum geht, offene Stellen in der Haut zu versiegeln.

Wie bedeutsam enge Zell-Zell-Kontakte sind, zeigt sich vor allem dann, wenn sie versagen. Wenn sie zum Beispiel in einem Tumor locker werden und sich lösen. Der Zellverband des Tumors neigt...
Ein Forschungsteam um Andreas Houben vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben und Holger Puchta vom Botanischen Institut des Karlsruher Instituts für Technologie entwickelten eine Methode zur Visualisierung definierter DNA-Abschnitte in lebenden Pflanzenzellen und konnten somit dynamische Bewegungen der Chromosomenenden sichtbar machen. Somit kann die raum-zeitliche Organisation von DNA-Abschnitten im Zellkern analysiert werden. Dies kann wesentlich dazu beitragen das Verständnis über die Funktionsweise von pflanzlichen Genomen zu verbessern.

Die raum-zeitliche Organisation von Genomen ist von zentraler Bedeutung für die Aufrechter...
Für die Rekonstruktion des Klimas vergangener Zeiten stellen Kalkschalen von Meerestieren wie Muscheln ein wertvolles Archiv dar. Dabei nutzen Klimastudien zunehmend auch jenes Schalenmaterial, das Menschen in prähistorischer Zeit in der Nähe ihrer Siedlungen angehäuft haben. Der Geologe Peter Müller vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) fand jedoch ein erhebliches Fehlerpotential bei paläoklimatischen Untersuchungen an Muscheln, die für den Verzehr erhitzt wurden. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal „Scientific Reports“ erschienen.

Wie wird sich unser Klima in der Zukunft entwickeln? Hinweise hierzu gibt das Klima vergangener Zeiten. Eine bewährte pal...
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