Eine spezifische Immuntherapie kann den Alltag für Allergiker deutlich angenehmer machen und langfristig vor Asthma schützen. Was dabei genau geschieht, ist jedoch unklar. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München hat die Prozesse im Körper während einer dreijährigen spezifischen Immuntherapie untersucht. Die Forscherinnen und Forscher fanden dabei Hinweise darauf, warum die Allergieimpfung so viel Zeit benötigt und wie sich die Erfolgsaussichten schon früh bestimmen lassen.

Bei einer spezifischen Immuntherapie, früher Hyposensibilisierung genannt, geben Ärztinnen und Ärzte Injektionen mit den Substanzen, auf die der Körper all...
Das belegen Messergebnisse, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in zwei aktuellen Berichten veröffentlicht hat. Demnach sind einzelne Wildpilzarten in bestimmten Regionen Bayerns nach wie vor stark radioaktiv belastet. Bei landwirtschaftlichen Produkten insgesamt ist die Belastung infolge des Reaktorunfalls von Tschernobyl aber deutlich zurückgegangen und die aktuellen Messwerte sind gering.

Bei einer Reihe wild wachsender Speisepilze werden immer noch deutlich erhöhte Werte des radioaktiven Cäsium (Cäsium-137) gemessen, welches nach dem Unfall in Tschernobyl ausgetreten ist. Das geht aus dem aktuellen BfS-Bericht „Radioaktive Kontamination von Speisepilzen (Stand: 2017...
Lachgas ist ein Treibhausgas, das Ozonschicht und Erdklima beeinflusst. Bislang haben Experten angenommen, dass dieses Gas mit der chemischen Formel N2O für Distickstoffmonoxid vorwiegend durch Mikroben im Boden gebildet wird. Nun hat ein interdisziplinäres Forscherteam der Technischen Hochschule Bingen und der Universität Heidelberg Pflanzen als Quelle genauer untersucht. Das Ergebnis der Studie: Die Flora der Erde setzt Lachgas in klimarelevanten Mengen frei und trägt so zum Treibhauseffekt bei. Im Gegensatz zu der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung ist dieser Prozess jedoch Teil eines natürlichen Effekts.

Bislang wurden Pflanzen als relevante Produzenten von Lachgas in ...
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese Anwendungen wird hochreines Silizium benötigt, wel...
Ein internationales Forscherteam um Bernhard Hube vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena hat ein weiteres Rätsel um den Hefepilz Candida albicans gelöst: Es entdeckte, dass dessen Pilzgift Candidalysin seine krankmachende Wirkung durch Anlockung von Immunzellen selbst boykottiert. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature Communications.

Wie viele Mikroorganismen lebt Candida albicans als kommensaler, also unschädlicher Nutznießer im Verdauungstrakt des Menschen. Dort ist er Bestandteil eines gesunden Mikrobioms. Gerät dieses jedoch aus dem Gleichgewicht und die Zahl der Hefezellen nimmt überhand, g...
Die Akelei ist eine Pflanze mit auffallend schönen Blüten und rund siebzig verschiedenen Arten in der nördlichen Hemisphäre, vier davon findet man in Österreich. Diese große Vielfalt ist das Ergebnis eines Prozesses, welcher adaptive Radiation genannt wird: Die adaptive Radiation lässt, aufgrund der Anpassung an neue Standorte, neue Arten sehr schnell entstehen. Bei der Akelei sind durch diesen Prozess Arten mit sehr unterschiedlichen Blütenfarben und -formen entstanden, die untereinander problemlos gekreuzt werden können. In Gärtnereien und Privatgärten konnte dadurch eine riesige Vielzahl von sehr unterschiedlichen prachtvollen Blütenvariationen gezüchtet werden.

Um die...
Bierinhaltsstoffe als Mittel gegen Entzündungen und Fettleibigkeit? Forscher um Prof. Dr. Claus Hellerbrand, Institut für Biochemie der FAU, haben für ihr Forschungsprojekt, das Bierinhaltsstoffe hinsichtlich ihrer entzündungshemmenden Wirkung untersucht, den Forschungspreis der European Foundation for Alcohol Research und der European Brewery Convention über 60.000 Euro erhalten.

„Wer Bier trinkt, lebt hundert Jahre“, so lautet ein italienisches Sprichwort, in dem vielleicht mehr Wahrheit steckt, als erwartet. Bier enthält die Stoffe Xanthohumol und Iso-Alphasäuren. Laut Studien der Arbeitsgruppe von Prof. Hellerbrand hemmt Xanthohumol die durch Übergewicht und Fehlernäh...
Mit der Entdeckung von Graphen, einem Stoff aus einer einzelnen oder wenigen atomaren Kohlenstoffschichten, begann ein Boom – heute sind solche sogenannten zweidimensionalen Materialien nicht mehr auf Kohlenstoff beschränkt und heiße Kandidaten für vielerlei Anwendungen, vor allem in der Mikroelektronik. In der Zeitschrift Angewandte Chemie stellen Wissenschaftler jetzt ein neues 2D-Material vor. Es gelang ihnen, Arsenen (Arsen in einer Graphen-Struktur) mit Chlormethylen-Gruppen zu modifizieren.

2D-Materialien sind kristalline Materialien aus nur einer Lage von Atomen, die meist mit ungewöhnlichen Eigenschaften aufwarten können. Als Material für Transistoren ist Graphen jedoc...
Die Bildung von Proteinkomplexen ist ein hochgradig organisierter Prozess, der nicht erst mit den „fertigen“ Proteinen erfolgt, sondern schon während der Synthese der Proteinuntereinheiten koordiniert stattfindet. Das zeigen Untersuchungen, die Forscher am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) durchgeführt haben. „Unsere Erkenntnisse ändern in grundlegender Weise das Verständnis darüber, wie biologisch aktive Komplexe von Proteinen in der Zelle entstehen“, so Prof. Dr. Bernd Bukau. Die Ergebnisse der Studie wurden in „Nature“ veröffentlicht.

Biologische Prozesse in Zellen werden durch Tausen...
Zu heiß und zu trocken: Im Sommer 2018 gab es in einigen Regionen Deutschlands Ernteverluste von bis zu 50 Prozent. Da solche Wetterextreme in Zukunft wahrscheinlich zunehmen werden, ist die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel von entscheidender Bedeutung. Wichtige Strategien sind das agronomische Management und die Züchtung resistenterer Anbaukulturen. Für Pflanzenzüchter ist es dabei wichtig zu wissen, ob Pflanzen anfälliger für Hitze oder Dürre sind. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. gibt neue Antworten auf diese Frage.

„Zu verstehen, ob das größte Risiko für die Pflanzenprod...
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