Mehr als 24 Millionen Menschen weltweit leiden unter neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder Huntington. Die molekularen Ursachen dieser Krankheiten sind bisher noch wenig erforscht worden. Ein Team aus Wissenschaftlern der Universität Leipzig und der Technischen Universität Dresden sowie des Kurt-Schwabe-Instituts Meinsberg macht sich nun mit neuen Ansätzen auf den Weg, diesen molekularen Mechanismen auf den Grund zu gehen und hat dabei eine selbst entwickelte Technik angewandt: eine thermische Molekül-Falle. Ihre Erkenntnisse haben die Forscher soeben im renommierten Fachjournal „Nature Methods“ veröffentlicht.

Forscher vermuten als Ursache für diese n...
Mit der NMR-Spektroskopie ist es in den letzten Jahrzehnten möglich geworden, die räumliche Struktur von chemischen und biochemischen Moleküle zu erfassen. ETH-Forschende haben nun einen Weg gefunden, wie man dieses Messprinzip auf einzelne Atome anwenden kann.

Die Kernspinresonanz-Spektroskopie – kurz NMR-Spektroskopie – ist eine der wichtigsten physikalisch-chemischen Untersuchungsmethoden. Damit lässt sich beispielsweise die Struktur und die Dynamik von Molekülen präzise bestimmen. Wie wichtig die Methode für die Wissenschaft ist, zeigt sich auch daran, dass die beiden letzten Nobelpreisträger der ETH Zürich, Richard Ernst und Kurt Wüthrich, für Weiterentwicklungen d...
Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena entdeckt im Bodenpilz Mortierella alpina eine bisher unbekannte Gruppe von Naturstoffen: Die sogenannten Malpinine sind oberflächenaktive Peptide, die für Anwendungsmöglichkeiten in der pharmazeutischen Technologie interessant sein können.

Mortierella alpina lebt im Boden und mag es eher kühl. Der zu den Jochpilzen (Zygomyzeten) gehörende Pilz gedeiht am besten bei 10 bis 15°C und kommt vor allem in alpinen oder arktischen Regionen vor. In der Biotechnologie wird der Pilz bislang genutzt, um langkettige Fettsäuren wie Arachidonsäure in großem Maßstab als Nahrungsergänzung in beispielsweise Babynahrung zu produzieren. ...
Bei der diesjährigen von Europol und INTERPOL koordinierten Operation OPSON VIII haben sich dreizehn europäische Staaten zusammengetan, um gemeinsam etwaige Betrugsfälle bei Kaffee zu verfolgen. In Deutschland, Portugal und der Schweiz wurden in neun Fällen preisgünstigere Robustabohnen in „Arabica“-Kaffee nachgewiesen. Dies teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Berlin mit, welches die Schwerpunktaktion koordinierte. In Deutschland beteiligten sich neben den Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer auch der Zoll und das Bundeskriminalamt an der Operation.

Während der sechswöchigen Kernphase der Operation von Anfang...
Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI in Villigen haben erstmals die Struktur wichtiger Enzyme in menschlichen Zellen aufgeklärt, die wesentliche Bausteine des Zell-Zytoskeletts verändern. Damit ist der noch fehlende Teil des Kreislaufs aufgedeckt, der den Auf- oder Abbau von Stützelementen der Zelle regelt. Die untersuchten Enzyme wirken als molekulare Schere und können an der Entstehung verschiedener Krankheiten des Nervensystems oder Krebs beteiligt sein. Mithilfe der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS erhielten die Forschenden detaillierte Einblicke in die Struktur der Enzyme. Ihre Ergebnisse veröffentlichen sie nun in der Zeitschrift Nature Structural & Molecular Biology....
Um eine hohe Qualität ihrer Pharmazeutika zu gewährleisten, müssen Hersteller nicht nur die Reinheit und Konzentration ihre eigenen Produkte überwachen, sondern auch die der Zulieferer. Forscher am Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF haben ein Messsystem entwickelt, das die kontaktlose Identifizierung verschiedenster chemischer und pharmazeutischer Substanzen in Echtzeit ermöglicht und sich ideal für den Einsatz in der Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie eignet.

Insbesondere im Bereich der Pharma- und Lebensmittelproduktion ist eine kontinuierliche Überwachung der Inhaltsstoffe unverzichtbar. Üblicherweise erfolgt diese über eine Probenentnahme un...
Die Weisstanne ist eine wichtige Baumart im Hinblick auf den Klimawandel. Um sie besser erforschen zu können, hat ein internationales Team unter Mitwirkung der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL nun das umfangreiche Erbgut einer Zürcher Weisstanne entschlüsselt.

«AA_WSL01» steht in blauer Farbe auf einer unscheinbaren Tanne im Ramerenwald von Birmensdorf ZH. Aus ihren Samen und Nadeln stammt die DNA für das erste entschlüsselte Weisstannen-Genom, also ihr vollständiges Erbgut. Unsere einheimische Tanne ist weltweit erst die sechste Nadelbaumart, von der die Genomsequenz bekannt ist – keine geringe Herausforderung, da Nadelbäume ein enorm grosses Er...
Was die Schnelligkeit von Computern angeht, so stoßen die herkömmlichen Technologien an ihr Limit. Sollen Rechner künftig noch schneller werden, sind daher neue Technologien gefragt. Forscher des Instituts für Physik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben nun eine Entdeckung gemacht, die eine mögliche Basis für solche neuartigen Technologien legt – etwa den nahezu stromlosen Rechner.

Der Hintergrund: Elektronen drehen sich um ihre eigene Achse, man spricht dabei vom Spin. Ihn nutzt man etwa in Festplatten, um Informationen zu speichern – der Spin ist somit eine absolut zwingende Voraussetzung der heutigen Elektronik. Die Molekularelektronik wiederum ist eine W...
Edelmetallfreie Nanopartikel könnten eines Tages teure Katalysatoren für die Wasserstoffproduktion ersetzen. Welche Reaktionsraten sie erreichen können, ist allerdings oft schwer zu bestimmen, insbesondere wenn es sich um Oxidpartikel handelt. Denn die Partikel müssen mit einem Bindemittel und leitfähigen Zusätzen an der Elektrode befestigt werden, was die Ergebnisse verzerrt. Mithilfe elektrochemischer Analysen einzelner Partikel ist es Forscherinnen und Forschern nun gelungen, die Aktivität und den Stoffumsatz von Nanokatalysatoren aus Cobalt-Eisenoxid zu bestimmen – und zwar ohne Bindemittel.

Das Team um Prof. Dr. Kristina Tschulik von der Ruhr-Universität Bochum berichte...
Treten zwei Proteine gemeinsam in Aktion, dann bedeutet das nichts Gutes für Patienten mit Lungenkrebs: Ihre Überlebenschancen sind in diesem Fall besonders schlecht.

In bösartigen Tumoren vermehren sich die Zellen in der Regel schnell und unkontrolliert. Ein Forschungsteam vom Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg hat herausgefunden, dass in diesem Prozess zwei wichtige Regulatoren der Zellteilung zusammenwirken können. Ist das der Fall, haben betroffene Patienten besonders schlechte Überlebenschancen. Untersucht wurde hier eine spezielle Form von Lungenkrebs.

Das JMU-Team um Professor Stefan Gaubatz und Dr. Grit Pattschull vom Lehrstuhl für Bioc...
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