Am Boden eines Wasserspeichers der früheren Maya-Stadt Uxul im heutigen Mexiko haben Altamerikanisten der Universität Bonn vor mehreren Jahren Knochen von etwa 20 Menschen gefunden, die offenbar vor rund 1.400 Jahren getötet und zerstückelt wurden. Kamen diese Opfer aus Uxul oder aus anderen Regionen des Mayagebiets? Dr. Nicolaus Seefeld, der an der Bonner Universität das von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Projekt leitet, ist nun einen Schritt weiter: Eine Strontium-Isotopenanalyse der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) ergab, dass einige der Getöteten in mindestens 150 Kilometer Entfernung von Uxul aufgewachsen sind.

Strontium wird mit der Nahrung aufgen...
Chemikerin der Universität Jena ist deutsche Koordinatorin von neuem EU-geförderten, internationalen Netzwerk zur Attosekunden-Chemie. Ziel des Forschungsverbundes, zu dem weitere Mitglieder gesucht werden, ist es mehr über den Ablauf chemischer Reaktionen mithilfe von Attosekunden-Laserstrahlen näher herauszufinden.

Um zu beobachten, was im Inneren von Atomen geschieht, können Forschende sie mit Röntgen- oder extrem ultravioletter Strahlung durchleuchten. Allerdings müssen sich für diese Art der Spektroskopie die Lichtblitze auf der gleichen Zeitebene wie die Elektronen um den Atomkern bewegen. Dafür sind Laserpulse im Attosekundenbereich nötig – das entspricht dem Trilli...
Zum Projektkonsortium gehören das Exzellenzcluster Ruhr Explores Solvation Resolv der Ruhr-Universität Bochum (RUB), die Universität Maastricht, der Dichtungshersteller Garlock aus Neuss und die Firma Yookr aus Venlo. Das Projekt wird mit insgesamt 1,2 Millionen Euro gefördert im Interreg-Programm der Europäischen Union.

Aufkleber messen Stoffkonzentration, pH-Wert, Verunreinigungen

Die zentrale Innovation des Projekts ist ein flexibler Sensoraufkleber, der direkt zum Beispiel in Dichtungen integriert werden kann, um industrielle Prozesse online zu überwachen. „Zunächst werden wir Sensoraufkleber zur Überwachung ausgewählter Parameter entwickeln, etwa der Konz...
Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispie...
Normalerweise sind Vogelgrippeviren nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Gelingt es ihnen dennoch, könnte das eine Pandemie auslösen. Was den Sprung vom Tier auf den Menschen unwahrscheinlicher macht, berichten Forscher*innen von MDC und RKI nun im Fachblatt „Nature Communications“.

H5N1, H7N9, H5N6. Wann immer sich plötzlich Menschen mit einem Vogelgrippevirus anstecken, muss die Weltgesundheitsorganisation WHO das Risiko bewerten: Sind das die ersten Anzeichen einer Pandemie? Oder bleibt es bei einigen Dutzend, vielleicht auch Hunderten Fällen, die nur durch engen Kontakt mit infiziertem Geflügel entstehen? Forscher*innen um Professor Matthias Selbach vom Max-Delbrück-...
Ein Teil des Materials, aus dem die Erde entstand, war Sternenstaub von roten Riesensternen. Dies fanden Forschende der ETH Zürich heraus. Sie können auch erklären, warum die Erde mehr von diesem Sternenstaub enthält als der weiter von der Sonne entfernte Planet Mars und die Asteroiden.

Vor rund 4,5 Milliarden Jahren kollabierte eine interstellare Molekülwolke. In ihrem Zentrum entstand die Sonne und darum herum eine Scheibe aus Gas und Staub, in der die Erde und die übrigen Planeten gebildet wurden. In dem gut durchmischten interstellaren Material befanden sich exotische Staubkörnchen. «Sternenstaub, der um andere Sonnen gebildet wurde», erklärt Maria Schönbächler, Profes...
Mit Experimenten im Labor und während einer Parabelflug-Kampagne hat ein internationales Forscherteam des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) neue Einsichten zur Wasserelektrolyse erzielt, bei der Wasserstoff aus Wasser durch elektrische Energie erzeugt wird. Für die Energiewende könnte die Wasserelektrolyse eine Schlüsseltechnologie sein, allerdings muss sie dafür noch effizienter werden. Die kürzlich in der Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlichten Ergebnisse bieten einen möglichen Ausgangspunkt, um die Ökobilanz wasserstoffbasierter Technologien zu verbessern.

Damit überschüssiger Strom aus Spitzenausbeuten von Solar- und Windkraftanlagen ni...
Dem europäischen Verbundprojekt „Neuartige BIOraffinerie-Plattformtechnologie für modell-getriebene Produktion von CHEMikalien aus minderwertiger Biomasse“ (BIOCHEM) an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) ist es gelungen organische Säuren nachhaltig zu produzieren. Daran beteiligt sind Forscherinnen und Forscher des Instituts für Bioprozess- und Biosystemtechnik (IBB) der TUHH unter der Federführung von Prof. An-Ping Zeng sowie das VTT Technical Research Centre of Finland und die Universität Santiago de Compostela (USC) als Projektpartner.

Das Ziel des Projekts ist es eine Produktionsplattform für die Herstellung von organischen Säuren bereitzustellen, die beispiel...
Pflanzen wachsen ihr Leben lang. Dafür sorgt ein kleiner Bereich teilungsfähigen Bildungsgewebes an der Sprossspitze, auch Meristem genannt. Dort sitzt die Steuerzentrale für die Aufrechterhaltung der in alle Zellarten wandelbaren Stammzellen und der Bildung von Pflanzenorganen wie Seitentrieben oder Blättern. Obwohl alle Pflanzen diese Grundaufgaben haben, sieht das Meristem bei verschiedenen Arten, wie etwa Mais und Ackerschmalwand, in Form und Größe unterschiedlich aus. Nun hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Professorin Marja Timmermans vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen der Universität Tübingen herausgefunden, dass die Aufgaben des Meristems...
Wissenschaftler aus Bremen entdeckten ein ungewöhnliches Protein, das eine bedeutende Rolle im Stickstoffkreislauf der Erde spielt. Das neue Zytochrom, das eine Häm-Gruppe enthält, ist am Anammox-Prozess beteiligt: Dieser produziert rund die Hälfte des Stickstoffs der Atmosphäre und ist wichtig für die Regulierung von Treibhausgasen.

Stick­stoff ist ein we­sent­li­cher Be­stand­teil des Le­bens. Er wird zum Bei­spiel für die Her­stel­lung von Pro­te­inen be­nö­tigt.

Bo­ran Kar­tal, Lei­ter der Forschungsgruppe Mikrobielle Physiologie am Max-Planck-In­sti­tut für Ma­ri­ne Mi­kro­bio­lo­gie, un­ter­sucht Mi­kro­or­ga­nis­men, die die Ver­...
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