Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Jenaer Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) hat einen Antikörper-Schnelltest auf das neue Coronavirus entwickelt. Er zeigt anhand einer Blutprobe innerhalb von zehn Minuten an, ob eine Person akut mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert (IgM-Antikörper) oder bereits immun dagegen ist (IgG-Antikörper). Der Streifentest wird von der Diagnostik-Firma Senova in Weimar hergestellt und ist bereits auf dem Markt. Antikörpertests helfen zu erfahren, wann sich eine Herdenimmunität einstellt und bieten einen großen Vorteil für medizinisches Personal und Berufsgruppen mit viel Kontakt zu Menschen: Wer immun gegen das Cor...
Wissenschaftler der Universität Würzburg und der Universität Strasbourg identifizierten einen neuen wichtigen molekularen Bereich in einem essentiellen menschlichen DNA-Reparatur-Komplex, bestehend aus den Proteinen XPD und MAT1. Dieser Komplex bildet eine zentrale Einheit im Nukleotid Exzisions DNA-Reparaturmechanismus (NER) und schützt somit unsere Erbinformationen. Die Erkenntnisse wurden in dem Fachjournal Nature Communications veröffentlicht und könnten neue Ansatzpunkte für die Krebstherapie liefern.

Das Erbgut des Menschen ist ständig schädlichen Einflüssen, wie z.B. dem UV-Licht der Sonne, ausgesetzt. Werden diese Schäden in der DNA nicht rechtzeitig repariert, kön...
Die ersten 21 SARS-CoV-2-Genome in Österreich wurden im Rahmen des kürzlich von CeMM gestarteten Projekts „Mutationsdynamik von SARS-CoV-2“ sequenziert und veröffentlicht. Dieses Projekt am CeMM wird in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien und weiteren Partnern durchgeführt. Insgesamt sollen 1.000 virale Genome von PatientInnen aus Österreich analysiert werden, um die molekularen Grundlagen des Virus und der COVID-19 Pandemie besser zu verstehen. Diese SARS-CoV-2-Genome werden in globalen Datenbanken unmittelbar veröffentlicht und stellen einen wichtigen Beitrag für die internationale Forschung im Kampf gegen COVID-19 dar.

Die COVID-19 Krankheit wird...
Tuberkulose-Bakterien brauchen Eisen zum Überleben. Wird der Eisentransport in den Bakterien gestoppt, so kann sich der Tuberkulose-Erreger nicht weiter vermehren. Nun haben Forscher der Universität Zürich die Struktur des Transportproteins ermittelt, das für die Eisenzufuhr zuständig ist. Dies eröffnet Möglichkeiten zur Entwicklung neuer Medikamente.

Einer der verheerendsten Erreger, der sich im Inneren menschlicher Zellen vermehren kann, ist Mycobacterium tuberculosis – der Bazillus, der Tuberkulose verursacht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO starben 2019 rund 1,5 Millionen Menschen an dieser Krankheit, die vorwiegend die Lunge befällt. Besonders besorgnis...
In den Laboren der Leibniz Universität Hannover (LUH) ist ein neues Calciumphosphat gefunden und dessen Struktur aufgeklärt worden. Calciumphosphate bilden eine für den Menschen sehr wichtige Mineralklasse: Sie sind die harten Bestandteile von Knochen und Zähnen. Calciumphosphate können in rund einem Dutzend verschiedener Strukturen kristallisieren, von denen die meisten bereits im 18. und 19. Jahrhundert identifiziert wurden. Im letzten Jahrhundert der Forschung wurden keine neuen kristallinen Calciumphosphate mehr entdeckt. Jetzt hat ein Team des Instituts für Anorganische Chemie der LUH in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus China, Schweden und Australie...
Anfang Februar haben Forschungsgruppen der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der München Klinik Schwabing und des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr ihre Erkenntnisse zur leichten Übertragbarkeit von SARS-CoV-2 in die Öffentlichkeit getragen. Ihre detaillierten Beobachtungen des Infektionsverlaufs bei der ersten Gruppe von COVID-19-Patienten in Deutschland sind jetzt in Nature* erschienen. Auf Basis dieser Erkenntnisse lassen sich Kriterien erarbeiten, nach denen COVID-19-Patienten bei begrenzten Bettenkapazitäten frühestens aus dem Krankenhaus entlassen werden könnten.

Ende Januar wurden im Landkreis Starnberg bei München die ersten miteinander zusammenhängende...
Wie gelingt die gemeinsame Projekt- und Forschungsarbeit sowohl im internationalen Kontext als auch in Krisenzeiten? Die Fraunhofer-Institute IAO und IPA machen im Projekt »FutureWork360« Potenziale sichtbar, wie neue und vor allem virtuelle Wege der Kommunikation und Zusammenarbeit funktionieren können.

Die aktuelle Corona-Pandemie verdeutlicht, wie störanfällig unsere sich kontinuierlich wandelnde Arbeitswelt ist. Es müssen neue virtuelle Lösungen entwickelt werden, wenn der persönliche Austausch in Form von Workshops, Meetings oder Veranstaltungen wegfällt. Nur so können weiterhin kreative Lösungen, Forschungskooperationen und das möglichst reibungslose Arbeiten in Kris...
Das Coronavirus stellt auch Laborunternehmen auf die Probe. Wie immer in Krisenzeiten kommt es darauf an, schnell die richtigen Informationen zu erhalten und anhand von Praxisbeispielen voneinander zu lernen. Der schnelle, unkomplizierte Austausch zwischen Experten ist jetzt wichtiger denn je.

Das VUP-CORONA-FORUM steht ab sofort zu diesen Zwecken zur Verfügung. Tauschen Sie sich mit anderen Laborunternehmern und Experten zur aktuellen Lage aus, liefern Sie Best-Practice-Beispiele und stellen Sie Ihre laborbezogenen Fragen zur Corona-Pandemie. Das Forum wird von der VUP-Geschäftsstelle administriert und moderiert.


Das Forum finden Sie hier:

Wissenschaftler vom Hector Institut für Translationale Hirnforschung und von der Stanford Universität zeigten bei Mäusen, wie sogenannte Pionier-Faktoren die Identität von Nerven- und Muskelzellen bestimmen. Während der Embryonalentwicklung sorgen diese Faktoren dafür, dass sich die verschiedenen Körperzellen ausbilden können. Experimentell können Pionier-Faktoren sogar genutzt werden, um Zelltypen zu verwandeln, beispielsweise Haut- in Nervenzellen. Das erlaubt es Wissenschaftlern, spezifische Zelltypen für die Forschung zu gewinnen.

Transkriptionsfaktoren können einzelne Gene anschalten und sind dadurch dafür verantwortlich, dass Zellen ihre spezialisierte Identität und...
Ein fester Stand ermöglicht wirkungsvolle Gegenschläge: Was beim Boxen gilt, lässt sich auch auf die körpereigene Abwehr von Krankheitserregern übertragen – das legen zumindest die neuesten Erkenntnisse eines medizinischen Forschungsteams aus Marburg und Berlin nahe. Demnach stabilisieren RNA-Kettenmoleküle die Arbeitsplattform, von der aus die Immunabwehr operiert, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichten in der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins PNAS über ihre Ergebnisse.

Die Immunabwehr ist eine zweischneidige Angelegenheit: Einerseits soll sie schädliche Eindringlinge abwehren, andererseits darf sie nicht durch übe...
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