Einen Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen und auszuwerten dauert aktuell mehr als zwei Stunden – und so kann ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl von Menschen testen. Zellbiolog*innen der Universität Bielefeld haben nun mit mehreren Kooperationspartnern in einer Studie ein Verfahren entwickelt, das rund zehnmal schneller ein Ergebnis liefert. „Der Test dauert nur rund 16 Minuten“, sagt Professor Dr. Christian Kaltschmidt vom Lehrstuhl für Zellbiologie der Universität Bielefeld. „Die Methode ist zudem günstiger als die herkömmlichen Tests.“

Weltweit sind inzwischen mehr als zehn Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Einen wirksamen Impfstoff oder...
Die Wirkstoffe vieler Medikamente sind Naturstoffe, so benannt, weil oft nur Mikroorganismen die komplexen Strukturen herstellen können. Ähnlich wie am Fließband einer Fabrik setzen große Enzymkomplexe diese Wirkstoff-Moleküle zusammen. Einem Team der Technischen Universität München (TUM) und der Goethe-Universität Frankfurt ist es jetzt gelungen, die grundlegenden Mechanismen einer dieser molekularen Fabriken aufzuklären.

Viele wichtige Medikamente, beispielsweise Antibiotika oder Wirkstoffe gegen Krebs, sind Naturstoffe, die von Mikroorganismen wie zum Beispiel Bakterien oder Pilzen aufgebaut werden. Im Labor können diese Naturstoffe oft gar nicht oder nur mit großem Aufw...
Biofilme sind potentielle Kontaminationsquellen in der Lebensmittelindustrie. Wo sie sich verstecken und welche Bakterien darin zu finden sind, untersuchte eine aktuelle Studie der Vetmeduni Vienna im Rahmen des FFoQSI-Kompetenzzentrums. Denn: Biofilme können in der Produktion Zusatzkosten verursachen und sind eine Gefahrenquelle für die Gesundheit der Konsumenten.

Biofilme sind für eine Reihe an Problemen in der Lebensmittelproduktion verantwortlich, so bewirken sie beispielsweise eine verringerte Effizienz von Wärmetauschern und die Korrosion von Anlagenteilen. In Biofilmen können sich auch Verderbniserreger und lebensmittelassoziierte Krankheitserreger (Pathogene) wie Listerie...
Für Eiweißmoleküle, die Substanzen für den Stoffwechsel umwandeln, ist es oft entscheidend, wie sie mit den anderen Komponenten ihres Stoffwechselwegs interagieren. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben einen natürlichen Enzymkomplex untersucht, der zehn Enzyme mit fünf unterschiedlichen Aktivitäten zusammenfasst. Das Ergebnis: Die Struktur ist erstaunlich kompakt und bietet den einzelnen Enzymen dennoch die maximale Flexibilität. Diese Architektur eröffnet neue Perspektiven für die Wirkstoffforschung. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftler jetzt in nature chemical biology.

Stoffwechselwege sehen im Lehrbuch immer ...
Von einer wichtigen Zellstruktur sind jetzt neue Details bekannt: Erstmals haben zwei Würzburger Forschungsgruppen den synaptonemalen Komplex dreidimensional mit einer Auflösung von 20 bis 30 Nanometer abgebildet.

Der synaptonemale Komplex ist eine leiterförmige Zellstruktur, die bei der Entstehung von Ei- und Spermienzellen beim Menschen und anderen Säugetieren eine tragende Rolle spielt. „Die Struktur dieses Komplexes wurde in der Evolution kaum verändert, aber seine Proteinkomponenten unterscheiden sich von Organismus zu Organismus sehr stark“, sagt Professor Ricardo Benavente, Zell- und Entwicklungsbiologe am Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg....
Die Anwendung von Zinkoxidschichten in der Industrie ist vielfältig und erstreckt sich vom Schutz verderblicher Waren vor Luft bis zur Detektion von giftigen Stickoxiden. Solche Schichten können mit Hilfe der Atomlagenabscheidung (engl. Atomic layer deposition, kurz ALD) hergestellt werden, die normalerweise Vorläuferchemikalien, sogenannte Präkursoren, einsetzt, die sich an der Luft sofort entzünden. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat jetzt einen neuen Herstellungsprozess etabliert, der auf nicht selbstentzündlichen Präkursoren basiert und bei so niedrigen Temperaturen abläuft, dass auch Kunststoffe beschichtet werden können.

Ult...
Forscher der BfG und der Goethe-Universität Frankfurt haben gemeinsam das Vorkommen von Mikroplastik in der Elbe untersucht. Dazu haben sie das Flusswasser und die Flusssedimente von der mittleren über die untere bis hin zur äußeren Elbe beprobt. Ziel war es, die Verteilung von Mikroplastik in Flusssystemen besser zu verstehen. Ein wesentliches Ergebnis: Die Konzentration von Mikroplastik im Sediment ist um ein Vielfaches höher als im Wasser.

Die Analyse von insgesamt elf Probenahmestellen entlang der mittleren Elbe und flussabwärts hat gezeigt, dass die Konzentration von Mikroplastik im Sediment rund 600.000 Mal höher ist als im Wasser. Aus der Konzentrationsverteilung folgern...
Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFCs), bedenkliche Chemikalien, belasten viele Ackerböden. Hydrologen der Uni Kassel erforschen das Verhalten dieser Stoffe und tragen damit dazu bei, Gesundheitsgefahren durch belastete Feldfrüchte zu verringern.

Prof. Dr. Matthias Gaßmann und sein Team vom Fachgebiet Hydrologie und Stoffhaushalt entwickeln ein Modell für das Verhalten der PFCs im Boden. Auf Basis des Modells sollen in Zukunft die Verlagerung der Stoffe im Boden (also von höheren Schichten in tiefere und ins Grundwasser) und in Pflanzen abgeschätzt und daraus Empfehlungen ausgesprochen werden. In einem Versuch vergleichen die Wissenschaftler dafür belasteten mit nicht belas...
Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat ersten Medizinlaboratorien die Kompetenz bestätigt, den Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) unter Erfüllung der Anforderungen der Norm DIN EN ISO 15189 durchführen zu können. Diese Laboratorien können nun Befunde mit dieser Analytik mit Hinweis auf ihre Akkreditierung ausstellen.

Zusätzlich zum Routineeinsatz der entsprechenden Testsysteme haben diese akkreditierten Laboratorien umfangreiche Validierungsdaten erhoben und ausgewertet und zudem erfolgreich an externen Qualitätskontrollen teilgenommen.

Laboratorien, bei denen der Nachweis von SARS-CoV-2 innerhalb der definierten Grenzen i...
Die Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 verläuft höchst unterschiedlich: Manche Betroffene merken gar nicht, dass sie infiziert sind, andere erkranken so schwer, dass ihr Leben in Gefahr ist. Wissenschaftler*innen vom Berlin Institute of Health (BIH), der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie Kolleg*innen aus Leipzig und Heidelberg haben nun herausgefunden, dass das Immunsystem gelegentlich über das Ziel hinaus schießt und mit seiner übersteigerten Reaktion teilweise größeren Schaden anrichtet als das Virus selbst. Ihre Ergebnisse haben die Forscher*innen nun in der Zeitschrift Nature Biotechnology beschrieben.

Die meisten Infektionen mit SARS-CoV-2 verlaufe...
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